Sach- und Methodenkompetenz

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Die Bezeichnung Sach- und Methodenkompetenz wird dem Oberbegriff Lernkompetenz zugeordnet bzw. neben den Bezeichnungen Selbstkompetenz und soziale Kompetenz als eine von drei Dimensionen der Lernkompetenz angesehen. Die Bezeichnungen Sachkompetenz und Methodenkompetenz gehören zusammen, weil sie nur im Zusammenhang miteinander erworben werden können. So ist die Entwicklung von Methodenkompetenz an die jeweiligen (Sach- oder fach)Inhalte geknüpft. Konkreter geht es darum, den eigenen Lernprozess reflektiert zu gestalten und zielgerichtet aus dem eigenen Repertoire die geeigneten Aneignungmethoden zu wählen. Czerwanski, Solzbacher und Vollstädt (2002) definieren für die Dimension Sach- und Methodenkompetenz sechs weitere differenzierende Kategorien:

  • Informationen beschaffen, erfassen, bearbeiten und beurteilen: z.B. vorhandene Informationsquellen nutzen, Sachtexte unter einer bestimmten Frage erarbeiten bzw. im Kern erfassen, etc.
  • Arbeits- und Sachstrukturen erkennen und selbst organisieren, vergleichen, ordnen, erläutern, begründen: z.B. Karteien anlegen, Mappen führen, Quellenverzeichnisse begründet anlegen, etc.
  • Wissen effektiv einprägen, vernetzen, behalten, anwenden und in die Praxis (Handlungen) umsetzen: z.B. seinen individuellen Lerntyp erkennen und berücksichtigen, adäquate Lerntechniken sowie Entspannungstechniken anwenden, etc.
  • Lernergebnisse präsentieren: dem Lerngegenstand angemessen/ansprechend vortragen und visualisieren, Zuhörer einbeziehen, etc.
  • Selbstständig und eigenverantwortlich lernen und Lernstrategiren anwenden: sich Lern- und Arbeitsziele setzen, den Lern- und Arbeitsprozess planen und organisieren, etc.
  • Problemlösestrategien kennen und anwenden: Fragestellungen eingrenzen, Lösungswege reflektieren, etc.