Lernzielvereinbarungen

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Zum Begriff Lernzielvereinbarung

Eine Lernzielvereinbarung ist eine Art von Vertrag, den Schule bzw. Lehrkräfte, Schüler und gegebenenfalls Eltern miteinander abschließen. In der Vereinbarung werden die Lernziele des Schülers oder der Schülerin definiert. Außerdem wird festgehalten, welchen Beitrag der Schüler selbst, die Lehrer und die Eltern leisten sollen, um sicherzustellen, dass die angestrebten Lernziele auch erreicht werden. Die Lernzielvereinbarung ist damit eine Art freiwillige Selbstverpflichtung aller am Lernprozess des Kindes Beteiligten. Sie bildet eine Grundlage für effektive Kooperation zwischen dem Lernenden, seinem schulischen Umfeld und dem Elternhaus.

Lernzielvereinbarungen und Noten

Lernzielvereinbarungen können, müssen aber nicht Teil der Leistungsbewertung und damit Grundlage der Notengebung sein. Sie können sowohl für bestimmten Fächer als auch beispielsweise im Hinblick auf Sozial- oder fachübergreifende Schlüsselkompetenzen formuliert werden.

Ziele von Lernzielvereinbarungen

Mittels einer Lernzielvereinbarung wird der Lernprozess allen an ihm Beteiligten transparent gemacht. Schüler haben durch die Vereinbarung die Gelegenheit, sich ihre Lernziele selbst zu stecken und sie so als ihr eigenes Vorhaben wahrzunehmen. Aber auch die Pflichten der Lehrer und Eltern werden klar definiert, dies erleichtert es den Schülern, Hilfestellungen einzufordern. Insgesamt geraten die Lernziele nicht so schnell aus dem Blick. Schüler, Eltern und Lehrer können sich auch an der Vereinbarung orientieren, wenn es um die Bewertung der Ergebnisse des Lernprozesses für den festgelegten Zeitraum geht. So können Situationen vermieden werden, in denen Begründungen für verfehlte Lernziele als einseitige Schuldzuweisungen einer oder mehrerer Beteiligter wahrgenommen werden.