Individuelle Förderung in Saarland

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Landeswappen von Saarland

Inhaltsverzeichnis

Grundverständnis von individueller Förderung im Land

Welche Vorgaben gibt es zu individueller Förderung und wo findet man sie?

Materialien zum Thema „Individuelle Förderung“

Beratungs- und Unterstützungsangebote (z. B. Fortbildungen) zum Thema „Individuelle Förderung“

Individuelle Förderung - Stand der Umsetzung

Initiative „Du schaffst das"

Jeder Schüler im Saarland soll die Chance auf einen Abschluss erhalten. Wir wollen niemanden zurücklassen und jeden Einzelnen stärken. Deshalb beginnt eine verstärkte Förderung bereits in Klassenstufe 7. Die Initiative „Du schaffst das!“ des Kultusministeriums und der Bundesagentur für Arbeit ist auf drei Jahre angelegt. Sie enthält zwei Teilprojekte, den Modellversuch „Reformklassen“ in den allgemeinbildenden Schulen und den Modellversuch „Werkstatt-Schule“ im berufsbildenden Bereich. In den beiden Teilprojekten findet eine besonders intensive Zusammenarbeit zwischen Bundesagentur und Kultusministerium im Bereich der vertieften Berufsorientierung statt. Ziel ist die frühe Förderung, ein starker Praxisbezug und individuelle Berufswegeplanung.


Reformklassen
In den allgemeinbildenden Schulen werden an vier Erweiterten Realschulen und zwei Gesamtschulen so genannte Reformklassen eingerichtet. In diesen Klassen sollen Schüler/-innen unterrichtet werden, die einen Hauptschulabschluss erwerben wollen. Die Reformklassen beginnen in der Klassenstufe 7 und führen zum regulären Hauptschulabschluss. In den Reformklassen übernehmen zwei Lehrkräfte - unterstützt von sozialpädagogischen Fachkräften - künftig den gesamten Unterricht. Sie erhalten weitgehende pädagogische Freiheiten, u. a. durch die Flexibilisierung der Lehrpläne und der Stundentafel, veränderte Formen der Leistungsmessung und durch den Wegfall des Sitzenbleibens. Die enge Zusammenarbeit mit der BA zielt auf eine vertiefte Berufsorientierung ab, die Stärken und Potenziale der Schüler/-innen aufgreift und bis hin zur Ausbildungsreife und Berufseignung ausbaut.


http://www.saarland.de/32088.htm


Inklusion

Im Rahmen des Pilotprojektes "Inklusive Schule" werden an elf saarländischen Schulen Konzepte eines individualisierenden Unterrichts und einer inklusiven Förderung erarbeitet und erprobt, wodurch ein schrittweiser landesweiter Ausbau des inklusiven Bildungssystems systematisch vorbereitet wird. Die Projektschulen unterrichten dabei als Regelschulen die Schülerinnen und Schüler ohne Beeinträchtigung gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen.

Für die Kinder und Jugendlichen, die ab dem kommenden Schuljahr an den elf am Pilotprojekt teilnehmenden Schulen unterrichtet werden und die in den Förderbereichen „Lernen“, „Sprache“ und „Emotional-soziale Entwicklung“ förderbedürftig sind, müssen keine Fördergutachten und Förderkonzepte mehr über das Bildungsministerium beantragt werden. Stattdessen können die am Pilotprojekt teilnehmenden Schulen – ausgestattet mit einem zusätzlichen Stundenbudget von Förder- und Regelschullehrkräften – ab dem Schuljahr 2011/2012 eigenständig und ohne bürokratischen Umweg für jeden Einzelfall individuelle Förderkonzepte entwickeln und umsetzen.


http://www.saarland.de/84817.htm


Pläne der Landesregierung zur Neuausrichtung der saarländischen Bildungslandschaft

[...] Einrichtung eines fünften Grundschuljahres und die Schaffung eines Zwei-Säulen-Modells, in dem das Abitur entweder auf einem grundständigen Gymnasium nach insgesamt zwölf Schuljahren oder auf einer Gemeinschaftsschule nach 13 Schuljahren erworben werden kann. [...]

Die Landesregierung möchte mit ihren bildungspolitischen Plänen ein modernes, leistungsfähiges und gerechtes Bildungssystem im Saarland einführen. „Wir wollen allen saarländischen Schülerinnen und Schülern – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft – die besten Chancen eröffnen, einen möglichst qualitätsvollen Schulabschluss zu erreichen. Am besten geeignet dazu ist das Zwei-Säulen-Modell, Gemeinschaftsschule und grundständiges Gymnasium, mit den Prinzipien des längeren gemeinsamen Lernens und der individuellen Förderung. Hier können die Schülerinnen und Schüler – entsprechend ihren Neigungen und Begabungen – in unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten alle Abschlüsse erzielen. Hier haben Schüler und Eltern ein Höchstmaß an Wahlfreiheit für die Bildungsgänge ihrer Kinder. [...]


http://www.saarland.de/69036.htm