Individuelle Förderung in Rheinland-Pfalz

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Landeswappen von Rheinland-Pfalz

Inhaltsverzeichnis

Grundverständnis von individueller Förderung im Land

Jede Schulart und jede Schule ist der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. Alle Maßnahmen der Leistungs- und Neigungsdifferenzierung in innerer und äußerer Form wie auch die sonderpädagogische Förderung durch Prävention und integrierte Fördermaßnahmen tragen diesem Ziel Rechnung (siehe §10 Schulgesetz).

http://rlp.juris.de/rlp/SchulG_RP_2004_P10.htm

Welche Vorgaben gibt es zu individueller Förderung und wo findet man sie?

Materialien zum Thema „Individuelle Förderung“

Beratungs- und Unterstützungsangebote (z. B. Fortbildungen) zum Thema „Individuelle Förderung“

  • Lernen in Vielfalt - Ziel des Projektes "Lernen in Vielfalt" des Pädagogischen Landesinstituts ist es, Schulen eine passgenaue, leicht zugängliche Unterstützung im Umgang mit der zunehmenden Heterogenität in Schulklassen anzubieten.
  • Zur Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern bei der individuellen Förderung ihrer Schüler bietet das Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung des Landes Rheinland-Pfalz eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen an.

Individuelle Förderung - Stand der Umsetzung

Realschule plus

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wurden in Rheinland-Pfalz schrittweise alle bisherigen Haupt- und Realschulen zusammengeführt. Auch die bisherigen Regionalen Schulen und Dualen Oberschulen wurden bereits mit Beginn des Schuljahres 2009/10 in die neue Schulart überführt. Bis zum Schuljahr 2013/2014 soll der Prozess abgeschlossen sein. Rheinland-Pfalz wird dann nur noch ein zweigliedriges System aufweisen, welches durch Gesamtschulen ergänzt wird.

Diese neue Schulart gibt es dann in zwei Formen - entweder als eine Kooperative Realschule oder eine Integrative Realschule. Beide Formen können zum Mittleren Schulabschluss und zum Abschluss der Berufsschulreife führen. Bei entsprechenden Voraussetzungen werden manche der Realschulen plus zusätzlich die Fachhochschulreife anbieten. Wenn diese Möglichkeit auf einer Schule nicht besteht, kann bei entsprechender Voraussetzung die Fachhochschulreife auf einer anderen Realschule plus erreicht werden.

In der Orientierungsstufe werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Klassenverband unterrichtet.

Danach bildet die Kooperative Realschule ab der Klassenstufe 7 abschlussbezogene Klassen, die sich durch eine starke Durchlässigkeit nach oben auszeichnen sollen.

Auf der Integrativen Realschule verbleiben die Schüler länger im alten Klassenverband und werden nur in einzelnen Fächern in verschiedene Kurse eingeteilt. Diese Form der Leistungsdifferenzierung ist auch aus den Integrierten Gesamtschulen bekannt. Es bleibt somit lange offen, welcher der beiden Abschlüsse letztendlich erreicht wird.

Zusätzlich gibt es nach Aussage von Bildungsministerin Doris Ahnen an ausgewählten Realschulen plus künftig das Projekt „Keiner ohne Abschluss“. Ziel des Projekts sei es, dass die Abbrecherquote gesenkt werde. Um die pädagogischen Voraussetzungen weiter zu verbessern, ist zudem für die neu entstehenden Realschulen plus in der verbindlichen gemeinsamen Orientierungsstufe eine maximale Klassenstärke von 25 Schülerinnen und Schülern vorgesehen.

Mit den geplanten neuen Vorgaben für die Lehrerzuweisung, die Unterrichtsorganisation und die Unterrichtsinhalte sollen zudem die Rahmenbedingungen in der Realschule plus so ausgestaltet werden, dass die gezielte individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern deutlich verbessert werden kann.


http://de.wikipedia.org/wiki/Realschule_plus
http://www.rlp.de/no_cache/aktuelles/presse/einzelansicht/archive/2008/november/article/deubel-prognose-liegt-im-erwarteten-bereich/

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Mehr individuelle Förderung

(16.08.2010)

Beim Ausbau der Unterstützung und Förderung von Schülerinnen und Schülern gelte das besondere Augenmerk guten pädagogischen Bedingungen und der Sicherung der Unterrichtsversorgung, so die Bildungsministerin, die in diesem Zusammenhang auf die Einstellung von rund 840 Lehrkräften für das Schuljahr 2010/2011 verwies. „Bessere Chancen zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern bieten durch zusätzliche Angebote und einen erweiterten Zeitrahmen auch die Ganztagsschulen, deren Kreis seit dem Start des Landesprogramms 2001 ständig weiter ausgebaut wird“, sagte Doris Ahnen weiter. 49 neue Ganztagsschulen in Angebotsform in allen allgemeinbildenden Schularten – von der Grundschule bis zum Gymnasium – gingen zum Schuljahresbeginn an den Start. Damit hätten landesweit 537 Ganztagsschulen zum Schuljahresbeginn neue Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Durch vier neue Ganztagsgymnasien mit achtjährigem Bildungsgang werde zudem dieses besondere Angebot zur Schulzeitverkürzung auf landesweit 17 Schulstandorte ausgedehnt. Interessant sei im Zusammenhang mit dem Ausbau des Ganztagsangebots, dass das Landeskonzept der Ganztagsschule nicht nur bei Schülerinnen, Schülern, Eltern, Schulen und Schulträgern sehr gut ankomme, sondern auch bei jungen Menschen, die sich nach der Schulzeit sozial engagieren wollten.

http://www.mbwjk.rlp.de/einzelansicht/archive/2010/august/article/schluessiges-konzept-staerkt-leistungsfaehigkeit/

SINUS an Grundschulen

Seit August 2009 setzt das Folgeprojekt "SINUS an Grundschulen" (SGS) die Projektarbeit von SINUS-Transfer Grundschule mit veränderten Schwerpunkten fort.

Innerhalb dieses Projekts, an dem elf Länder beteiligt sind, entwickeln Lehrkräfte mathematisches und naturwissenschaftliches Unterrichtshandeln in der Primarstufe weiter. Dies erfolgt auf Basis entsprechender SINUS-Module, gleichzeitig aber auch im Kontext zur Qualitätsentwicklung in der rheinland-pfälzischen Primarstufe.

Rheinland-Pfalz ist mit 38 Grundschulen am Projekt beteiligt.


http://grundschule.bildung-rp.de/projekte/sinus-an-grundschulen-sgs.html