Individuelle Förderung in Nordrhein-Westfalen

Aus Vielfalt-lernen-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Informationen, Materialien und Links auf dieser Seite sind das Ergebnis einer umfangreichen Recherche (Stand Oktober 2013); dennoch kann keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der dargestellen Inhalte übernommen werden.

Wie in jedem Wiki lebt auch diese Seite von der Mitarbeit der Nutzer. Ihr seid herzlich eingeladen, euch im "Vielfalt Lernen-Wiki" anzumelden und die Informationen auf diesen Seiten weiter zu ergänzen und zu verbessern. --Christian Ebel 16:02, 23. Okt. 2013 (UTC)


Landeswappen von NRW

Inhaltsverzeichnis

Grundeinstellung zu "Individueller Förderung" im Land

Individuelle Förderung ist wesentlich durch vier Handlungsfelder gekennzeichnet:
  • das Bemühen, die jeweilige Lernausgangslage, den Lernstand und Lernbedarf der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln und dazu die geeigneten Instrumente und Verfahren anzuwenden;
  • die konzeptionell geleitete Unterstützung, Förderung und Begleitung der jeweiligen Lernprozesse;
  • eigene Förderangebote auch aus der Perspektive des nachfolgenden Systems zu betrachten um die Anschlussfähigkeit des Wissens sicher zu stellen und Übergänge gezielt vorzubereiten;
  • die Dokumentation und Auswertung der Fördermaßnahmen, die schulinterne Überprüfung ihrer Wirksamkeit und die Weiterentwicklung der Förderkonzepte.

Gleichzeitig setzt individuelle Förderung unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte. So bietet die Seite "chancen-nrw" Hinweise zu Projekten oder Entwicklungen zum Beispiel im Bereich des Umgangs mit besonderen Begabungen oder bei Lernschwierigkeiten. Neben Ansprechpartnern finden Nutzer hier auch Material aus Schulen.

Die Arbeitsweisen der Individuellen Förderung lassen sich am Beratungs- und Förderkreislauf erläutern. In diesem Prozess steht der Schüler/ die Schülerin im Mittelpunkt. Es geht darum, die Potentiale jedes einzelnen zu erkennen, zu entwickeln und in einem fortlaufenden Prozess zu fördern. Die bruchlose Schullaufbahn wird im Prozess der Lernberatung systematisch begleitet und dabei die Vernetzung berücksichtigt.

Für Lehrerinnen und Lehrer bedeutet dieses das Lernen in Kontext von Lerngruppen und individualisiert auf den einzelnen Schüler bezogen zu organisieren und zu ermöglichen. Für die Gestaltung des Unterrichts sind Motivations- und Interessenlagen von besonderer Bedeutung für Beratung und Förderung.

Für das Funktionieren Individueller Förderung im Unterricht sind die Rahmenbedingungen der Schule wichtig. Die Schule als System benötigt ein schulisches Konzept der Individuellen Förderung, damit der Unterricht in seinem Förderbemühen gestützt werden kann.

Die Potentiale einer unterrichtlichen Didaktik und die Potentiale des schulischen Konzeptes (Umfeld usw.) unterstützen wirksamen den Erfolg der Individuellen Förderung im Unterricht.


http://www.zukunftsschulen-nrw.de/cms/front_content.php?idcat=234


Dimensionen Individueller Förderung

Die Dimensionen der Individuellen Förderung resultieren aus den Notwendigkeiten und den Erfahrungen der Schulpraxis und dem gesetzten Referenzrahmen Schulqualität NRW. Dazu gehören ein Perspektivwechsel hin zur Schüler- und Fähigkeitsorientierung, die Beachtung und Nutzung systemischer, wechselseitiger Zusammenhänge und eine systematische Förderung. Im Rahmen eines schuleigenen Förderkonzepts werden die Lernentwicklung der einzelnen Schülerin/des einzelnen Schülers beobachtet und einvernehmliche, realisierbare Förderpläne entwickelt. Neben der professionellen Kooperation der Beteiligten schafft insbesondere die Entwicklungsoffenheit der Schulgemeinde eine notwendige Voraussetzung zum Gelingen Individueller Förderung im Unterricht und im Gesamtsystem. Kompetenzorientierung und Feedback auf allen Ebenen von Unterricht und Schule sind unverzichtbare Ansätze der Individuellen Förderung.

Im einzelnen:

  • Lehrer/Lehrerinnen nehmen in der Praxis der Individuellen Förderung einen Perspektivwechsel vom Fach zum Schüler/ zur Schülerin vor.
  • Schulen arbeiten vernetzt, d.h. die Wirksamkeit ihrer Arbeit wird systemisch durchgeführt und systematisch geplant.
  • Schulen fördern nach einem integrierenden schulischen Förderkonzept, der z. B. den Unterrichtsalltag in einem Beratungs- und Förderkreislauf konkretisiert.
  • Schulen pflegen die Kooperation zwischen allen am schulischen Leben Beteiligten, sie bemühen sich kontinuierlich um Transparenz.
  • Schulen praktizieren Entwicklungsoffenheit, indem sie den Prozess der fortlaufenden Veränderung durch und Evaluation sichern.

http://www.zukunftsschulen-nrw.de/cms/front_content.php?idcat=284

Welche Vorgaben zu "Individueller Förderung" gibt es und wo findet man sie?

Materialien zum Thema „Individuelle Förderung“

Beratungs- und Unterstützungsangebote (z. B. Fortbildungen) zum Thema „Individuelle Förderung“

  • Das Projekt "Vielfalt fördern" unterstützt Lehrkräfte dabei, den Unterricht im Hinblick auf individuelle Förderung und Kompetenzentwicklung weiterzuentwickeln. Die Fortbildung richtet sich nicht an einzelne Lehrkräfte, sondern an ganze Kollegien, die in Teams ein gemeinsames Konzept individueller Förderung im Unterricht für ihre Schule erarbeiten möchten. Die Kollegien werden dazu von Moderatorinnen und Moderatoren der Kompetenzteams begleitet. Das Qualifizierungsangebot ist zudem modular aufgebaut. Ein Modul kann innerhalb eines Schulhalbjahres absolviert werden, so dass ein Kollegium den Gesamtumfang von vier Modulen in zwei Jahren durchlaufen kann. "Vielfalt fördern" ist ein gemeinsames Projekt des nordrhein-westälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der Bertelsmann Stiftung.
    Vielfalt fördern NRW
  • Im Rahmen der Initiative "Komm mit!- Fördern statt Sitzenbleiben" bietet das Land den Projektschulen an fünf Standorten eine Lehrerfortbildung zu Bausteinen einer individuellen Förderung an.
    Zu den Schwerpunkten „Schüler verstehen“, „Lernmotivation“, „Neue Formen der Individualisierung“ und „Lernschwierigkeiten in Deutsch und Mathematik bearbeiten“ bietet die Fortbildung grundlegende Informationen und Workshops, die in der Zusammenarbeit mit Risikoschülern entstanden sind.
    Komm mit! - Fördern statt sitzenbleiben
  • Acht Gütesiegelschulen, die bereits hervorragende Förderarbeit leisten, sind zu Stützpunktschulen der Lehrerfortbildung ernannt worden.
    Stützpunktschulen
  • KMK-Projekt UDIKOM: Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte in Hinblick auf Verbesserung der Diagnosefähigkeit, Umgang mit Heterogenität, individuelle Förderung. http://www.udikom.de

Individuelle Förderung - Stand und Entwicklung der Umsetzung

Zukunftsschulen NRW - Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung

„Zukunftsschulen NRW – Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung“ ist ein Angebot an alle Schulen, die ihre Unterrichts- und Schulentwicklung in schulischen Kooperationen und in Zusammenarbeit mit Patenschulen am Leitbild „Lernkultur Individuelle Förderung“ ausrichten wollen.

Das Netzwerk baut auf Ergebnissen und Erkenntnissen auf, die in den zurückliegenden Jahren in verschiedenen Projekten zur individuellen Förderung (z. B. „Initiative Gütesiegel Individuelle Förderung“, „Komm mit!“ und „Netzwerk Hochbegabtenförderung NRW“) gesammelt wurden.


http://www.zukunftsschulen-nrw.de/cms/front_content.php?idcat=328

Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben

Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben ist eine gemeinsame Initiative des Schulministeriums und Vertretern von Lehrerorganisationen in Nordrhein-Westfalen. Mit der Initiative soll die Sitzenbleiberquote in den Jahrgangsstufen 7,8 und 9 schrittweise reduziert werden, ohne dass schulische Leistungsniveau zu senken. Wichtigste Bedingung dabei ist, dass wirksame Förderkonzepte und Maßnahmen zur Reduzierung der Sitzenbleiberquote erkannt und weiter entwickelt werden. Die Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche individuelle Förderung zur Reduzierung der Sitzenbleiberquote werden in diesem Prozess an den teilnehmenden Schulen wahrgenommen und konzeptionell in den Mittelpunkt gestellt.

http://www.zukunftsschulen-nrw.de/cms/front_content.php?idcat=350

Perspektivisch sollen alle Schulen von dem Projekt profitieren. Ziel soll die Abschaffung des Sitzenbleibens sein. Weiterführende Informationen zum Projekt "Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben" gibt es auf der Startseite des Schulministeriums: http://www.schulministerium.nrw.de

Informationen zur wissenschaftlichen Begleitung des Projekts sind zu finden unter http://www.projekt-komm-mit.de

Gütesiegel Individuelle Förderung

Das "Gütesiegel Individuelle Förderung", eine Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde maßgeblich vom Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung mit entwickelt, begleitet und evaluiert. Schulen, die Initiativen zur Verbesserung der Individuellen Förderung an ihrer Schule ergriffen, Konzepte entwickelt, erprobt und ausgewertet haben und damit zur Schul- und Unterrichtsentwicklung beitrugen, konnten sich für das Gütesiegel bewerben. Insgesamt haben in NRW 439 Schulen die Auszeichnung erhalten. Im Jahr 2011 wurde das Gütesiegel letztmalig durch die Ministerin für Schule und Weiterbildung Frau Sylvia Löhrmann verliehen. Letztmalig, da nun ein weiterer Schritt in Richtung der Individuellen Förderung in Form des Projektes „Schulen der Zukunft – Netzwerk Individuelle Förderung NRW“ gegangen wird.

http://www.lif-nrw.de/forschung-und-entwicklung/diagnostischeinstrumente/guetesiegel

LernFerien Nordrhein-Westfalen

Mit den LernFerien Nordrhein-Westfalen erhalten Schülerinnen und Schüler ein neuartiges Angebot der individuellen Förderung. Während eines mehrtägigen Aufenthalts an attraktiven außerschulischen Lernorten, werden sie intensiv durch qualifizierte Fachkräfte betreut.

http://www.partner-fuer-schule.nrw.de/lernferiennrw/startseite.html