Individuelle Förderung in Berlin

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Landeswappen von Berlin

Inhaltsverzeichnis

Grundverständnis von individueller Förderung im Land

Individuelles Lernen

Kinder verfügen über unterschiedliche Lernvoraussetzungen: Sie entwickeln sich unterschiedlich schnell, können und wissen unterschiedlich viel und lernen auf unterschiedliche Art und Weise. Individuelles Lernen heißt, dass jedes einzelne Kind im Mittelpunkt steht und entsprechend seiner Begabung und Fähigkeiten gefordert und gefördert wird.

http://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/individuelles-lernen/

Individuelles Lernen in der Grundschule

Der entscheidende Anspruch der Schule ist es, jede Schülerin und jeden Schüler bestmöglich individuell zu fördern. Unterricht nach dem Grundsatz „alle lernen zur gleichen Zeit das Gleiche mit der gleichen Methode“ kann diesem Anspruch nicht gerecht werden.

In der flexiblen Schulanfangsphase in Berlin wird deshalb der Fokus stärker als je zuvor auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Befürfnisse jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers gelegt.


http://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/individuelles-lernen/

Individuelles Lernen in den Integrierten Sekundarschulen und den Gymnasien

Es gilt, differenzierte Unterrichtskonzepte zu entwickeln. Wie eine Sekundarschule ihren Unterricht leistungsdifferenziert und ihre Schülerinnen und Schüler bestmöglich individuell fördert, entscheidet sie selbst. Sie kann z. B. Kurse verschiedener Leistungsstufen - wie in der bisherigen Gesamtschule - einrichten, besondere Profile entwickeln, Klassen nach Neigungen bilden (z. B. Mathematikklassen, Musikklassen, Sprachklassen) oder die Schüler je nach Leistungsstand und Leistungsvermögen in unterschiedliche Kurse oder Lerngruppen einteilen, in denen Schüler mit unterschiedlichem Leistungsniveau gemeinsam lernen. An den Gymnasien erfolgt die Leistungsfifferenzierung hingegen meist innerhalb des Unterrichts.

http://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/individuelles-lernen/

Welche Vorgaben gibt es zu individueller Förderung und wo findet man sie?

  • Gemeinschaftsschulen. Ziel der Gemeinschaftsschulen ist es, mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit durch längeres gemeinsames Lernen und eine optimale Förderung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Schüler zu erreichen. Differenzierende Lernangebote ohne Probehalbjahr und Jahrgangswiederholungen ermöglichen eine maximale Lern- und Leistungsentwicklung.

Materialien zum Thema „Individuelle Förderung“

  • Manual zur individuellen Förderung in der Sekundarstufe I. Aspekte des Manuals: Kompetenzorientiert diagnostizieren, kompetenzorientierte Aufgaben, Fachkonferenzarbeit, Lernberatung etc. Kernstück des Manuals ist ein Lern-Logbuch, das die Schüler nutzen können, um ihre Stärken sichtbar zu machen sowie Ziele und Ergebnisse ihres Lernens zu dokumentieren.
  • Differenzieren im Unterricht. In Anlehnung an Paradies/Linser gibt es einen guten Überblick über Theorie, Instrumente (z. B. Wochenplanarbeit, Lernzirkel) und eine aus der Logik von Differenzierung heraus sich verändernde Bewertungspraxis.

Beratungs- und Unterstützungsangebote (z. B. Fortbildungen) zum Thema „Individuelle Förderung“

Individuelle Förderung - Stand der Umsetzung

Schulanfangsphase

Wenn jüngere Kinder in die Schule kommen, muss sich natürlich auch die Schule verändern: So wird das 1. und 2. Schuljahr als eine Einheit gesehen und findet in der flexiblen Schulanfangsphase seinen Ausdruck.

Schulanfänger sind keine Lernanfänger: Aber was die Kinder bereits können, ist sehr unterschiedlich. Jedes Kind hat Stärken und Schwächen, doch mit dem Schulbeginn können die Kinder voneinander lernen. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern um persönliche und soziale Stärken.Der Anspruch der Berliner Schule ist es, jede Schülerin und jeden Schüler individuell zu fördern und stärker die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse zu berücksichtigen


http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/grundschule/

Neue Schulstruktur

Berlin hat sein Schulsystem umgebaut: Durch die Schulreform gibt es seit dem Schuljahr 2010/2011 nur noch zwei weiterführende Schularten im Anschluss an die Grundschule: die Integrierte Sekundarschule und das Gymnasium.

Die bisherigen Haupt-, Real- und Gesamtschulen wurden in einer Schulart, der Integrierten Sekundarschule, zusammengefasst. Bereits begonnene Jahrgänge der ehemaligen Haupt-, Real- und Gesamtschulen werden regulär zu Ende geführt und mit den Schulabgängern des Schuljahres 2014/2015 beendet sein.


http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungspolitik/schulreform/

Bessere Bildungschancen für alle durch individuelle Förderung und gemeinsames Lernen ab Klasse 7

Die Schulstrukturreform sieht durch individuelle und bestmögliche Förderung jedes Einzelnen, durch Praxis- und berufsbezogenes Lernen, durch die verstärkte Kooperation mit der Jugendhilfe und die integrative Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf vor, dass alle Schülerinnen und Schüler den ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechenden bestmöglichen Schulabschluss erreichen sollen - unabhängig von ihren familiären und sozialen Voraussetzungen.

Deshalb wird es beginnend mit dem Schuljahr 2010/11 nur noch zwei weiterführende Schularten in Berlin geben: Die neue Integrierte Sekundarschule und das Gymnasium. [...]

Beide Schularten sollen künftig besser für alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht Entwicklungsmöglichkeiten schaffen, die ihren individuellen Lernvoraussetzungen und ihrem Lerntempo gerecht werden. Kurz gesagt geht es um den Schritt von der Differenzierung im Schulsystem zur Differenzierung im Unterricht.


http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungspolitik/schulreform/

Integrierte Sekundarschule

[...] In der Sekundarschule wird jeder Einzelne nach besten Kräften individuell gefördert: Im Vordergrund steht der Schüler. Im Lernteam und individuell wird an Stationen, in Kleingruppen, Projekten und Lernbereichen gearbeitet. Das bedeutet mehr Chanchengerechtigkeit und mehr Motivation für jeden Schüler. Niemand bleibt auf der Strecke. Das demotivierende Sitzenbleiben gibt es nicht mehr.

Alle Schulabschlüsse - vom Mittleren Schulabschluss bis zum Abitur - bietet die Sekundarschule: Entweder an der eigenen gymnasialen Oberstufe oder in einer verbindlichen Kooperation mit Oberstufen anderer Sekundarschulen oder den beruflichen Gymnasien an den Oberstufenzentren. Zusätzliches Plus: Verbindliche Ganztagsangebote an allen Integrierten Sekundarschulen mit der Möglichkeit zu sportlichen, musischen oder künstlerischen Aktivitäten bis hin zum Mittagessen. [...]


http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/sekundarschule/

Gymnasium

[...] Mindestens ein Gymnasium in jedem Bezirk wird einen gebundenen Ganztagsbetrieb anbieten, um insbesondere Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Familien intensiver zu fördern. [...]

http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungspolitik/schulreform/

Gemeinschaftsschule

Die Gemeinschaftsschule als Pilotprojekt wurde im Schuljahr 2008/2009 mit zunächst elf Schulen eingerichtet. Im Schuljahr 2011/2012 wird es bereits 20 Gemeinschaftsschulen in Berlin geben. Die Gemeinschaftsschule trägt dem Ziel der Schulform Rechnung: mehr Chancengleichheit und -gerechtigkeit durch längeres gemeinsames Lernen und eine optimale Förderung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Schülerinnen und Schüler. Eine maximale Lern- und Leistungsentwicklung wird durch differenzierende Lernangebote und den Ganztagsbetrieb ermöglicht. Die Gemeinschaftsschulen führen zu allen Schulabschlüssen. [...]

http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/gemeinschaftsschule/