Individuelle Förderung in Baden-Württemberg

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Landeswappen von Baden-Württemberg

Inhaltsverzeichnis

Grundeinstellung von individueller Förderung im Land

„Der Erfolg eines Schulsystems bemisst sich maßgeblich auch daran, in welchem Maße es gelingt, möglichst alle jungen Menschen in Ausbildung und Beruf zu bringen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die besondere individuelle Förderung von Kindern aus bildungsfernen Schichten und von Kindern mit Migrationshintergrund ist für uns eine zentrale Zukunftsaufgabe. Ziel muss es sein, den Zusammenhang von Herkunft und Bildungserfolg stärker zu entkoppeln und gerechte Bildungschancen für alle noch besser zu gewährleisten. Der dazu von uns einberufene und hochkarätig besetzte Expertenrat unter dem Vorsitz von Prof. Jürgen Baumert wird sich vertieft mit der Problematik beschäftigen und Handlungsempfehlungen erarbeiten“, erklärten Ministerpräsident Stefan Mappus und Kultusministerin Marion Schick am Dienstag (20. Juli 2010) in Stuttgart. „Wir wollen jedes Kind mitnehmen und ihm die bestmöglichen Chancen für eine erfolgreiche Bildungsbiografie bieten. [...]

Der Expertenrat, dem acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie eine Rektorin angehören (siehe Anlage), wird sich noch vor der Sommerpause konstituieren und erste Expertisen in Auftrag geben. Mitte Januar 2011 soll der Expertenrat Handlungsempfehlungen vorlegen und dabei auch auf die Ergebnisse der Enquetekommission „Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft – berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ Bezug nehmen. Da es ihr ein besonderes Anliegen sei, auch die entwicklungspsychologisch bedeutende Phase zwischen null und drei Jahren mit einzubeziehen, werde das Sozialministerium bei der Arbeit des Expertenrates einbezogen, erklärte Schick. [...]

Der Expertenrat wird sich deshalb mit folgenden Leitfragen vertieft auseinandersetzen:

Welches sind die Ursachen und Bedingungen für den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg in Baden-Württemberg und welche Trends sind erkennbar? Nach welchen Grundsätzen und mit welchen Konzepten können Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, insbesondere auch sprachliche Kompetenzen, nachhaltig gefördert werden?Mit welchen Begleitkonzepten können institutionelle Fördermaßnahmen wirkungsvoll unterstützt werden? Welche Konzepte werden in der Aus- und Fortbildung benötigt, um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit hinsichtlich der Förderpraxis im Alltag zu erhöhen? Mit welchen Vorgehensweisen und Verfahren können Erfolge und Verbesserungspotentiale der durchgeführten Förderkonzepte und -maßnahmen frühzeitig erkannt werden?Baden-Württemberg sei ein Flächenland, das einen hohen Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund habe. Deshalb sei es wichtig, die individuelle Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund verstärkt in den Blick zu nehmen. Auch Kinder aus bildungsfernen Familien müssten noch stärker in den Fokus der Bildungspolitik rücken und gezielter gefördert werden, erläuterten Mappus und Schick.


http://www.stm.baden-wuerttemberg.de/de/Expertenrat_Herkunft_und_Bildungserfolg_nimmt_Arbeit_auf/234337.html?referer=103611&template=min_meldung_html&_min=_stm


Am 13. Februar 2008 hat das das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport zu einem Antrag der SPD-Fraktion mit dem Thema "Individuelle Förderung im schulischen Bereich" Stellung genommen. Sehr ausführlich wird beschrieben, was die Landesregierung im schulischen Bereich unter „individueller Förderung“ versteht, in welcher Form, mit welchen Methoden und Instrumenten sie praktiziert wird, welcher Stellenwert ihr derzeitig in der realen Unterrichtspraxis zukommt und welche materielle Ausstattung dazu notwendig ist.

Welche Vorgaben gibt es zu individueller Förderung und wo findet man sie?

  • Orientierungsrahmen zur Schulqualität für allgemein bildende Schulen in Baden-Württemberg (s. Qualitätsbereich I, Kriterium I 2 „Gestaltung der Lehr-Lernprozesse“)

Materialien zum Thema „Individuelle Förderung“

  • Informationen zur "Individuellen Förderung auf der Grundlage der Kompetenzanalyse Profil AC an Schulen", sowie Informationen zu Classroom Management u. Portfolioarbeit (Bereich Hauptschule + Sonderschule).

Beratungs- und Unterstützungsangebote (z. B. Fortbildungen) zum Thema „Individuelle Förderung“

  • Thementage: "Beobachten - Beschreiben - Bewerten - Begleiten". Die Thementage fanden vom 03. bis 05. März 2010 an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, Standort Bad Wildbad, statt. Informationen und Materialien zur Tagung.

Individuelle Förderung - Stand der Umsetzung

Die neue Gemeinschaftsschule

Mit dem Schuljahr 2012/2013 sind die ersten 42 Gemeinschaftsschulen an den Start gegangen. Diese Starterschulen mussten nicht nur langjährige Erfahrungen mit individuellen Lernmethoden vorweisen, sondern auch ein überzeugendes pädagogisches Konzept. Im kommenden Schuljahr werden sich weitere 87 Schulen zu Gemeinschaftsschulen weiterentwickeln. Dabei zeigt sich ein großes Interesse der Eltern und Kinder, die Anmeldezahlen sind gut.

Die Gemeinschaftsschulen bieten die Bildungsstandards von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien an. Die Schule kann so Schülerinnen und Schüler bestmöglich nach ihren jeweiligen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen fördern. Die neue Gemeinschaftsschule ist eine leistungsfähige und sozial gerechte Schule. Die Schüler lernen miteinander und voneinander in gemischten Lerngruppen, mit intensiver individueller Förderung. Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Lernbegleiter. Sie können jedem Kind so eine optimale Entwicklung ermöglichen. Kinder mit Behinderungen sollen am regulären Unterricht teilnehmen können.


http://www.baden-wuerttemberg.de/de/bw-gestalten/schlaues-baden-wuerttemberg/schule/


Reformprojekte in den Grundschulen Baden-Württembergs
Unterschiedlichkeit und Vielfalt als Chance anzusehen und damit jedem Kind gerecht zu werden, ist ein Kernanliegen der baden-württembergischen Grundschule. Die individuelle Förderung von Kindern - von lernschwach bis hochbegabt - zieht sich wie ein roter Faden durch die baden-württembergischen Reformprojekte der vergangenen Jahre. Schulanfang auf neuen Wegen, intensive Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen, Fremdsprachen ab Klasse 1, verlässliche Grundschule mit der am Kind orientierten Rhythmisierung des Schulalltags sowie die Einführung von Diagnosearbeiten als Evaluierungsinstrument sind stark miteinander verwobene Elemente eines pädagogischen Gesamtpakets, das sich am Entwicklungsstand und den individuellen Potenzialen der Kinder orientiert [...]

http://www.bildung-staerkt-menschen.de/unterstuetzung/schularten/GS


Ab dem Schuljahr 2010/2011 wird in Baden-Württemberg die Werkrealschule als weitere Schule neben Gymnasium, Realschule und Hauptschule mit Werkrealschule/Hauptschule eingeführt. 527 neue Werkrealschulen starten zum Schuljahr 2010/2011.

Zielsetzungen
  • optimale pädagogische Förderung
  • Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit
  • Förderung schwacher und benachteiligter Schülerinnen und Schüler
  • Steigerung der Lern- und Schulmotivation
  • Steigerung der persönlichen Leistungsfähigkeit

Gestaltung des Unterrichts

  • Berücksichtigung unterschiedlicher und individuelle Lernbiografien
  • Diagnostizierung der Lernausgangslagen
  • abgestimmte didaktisch-methodische Maßnahmen
  • flexible organisatorische Maßnahmen

http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/menu/1247342/index.html?ROOT=1146607