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Aus Vielfalt-lernen-Wiki
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Herzlich Willkommen im "Vielfalt lernen" Wiki

In diesem Wiki geht es um die Frage, wie wir mit der zunehmenden Heterogenität der Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen konstruktiv umgehen können: Wie können wir Vielfalt lernen? Und welche vielfältigen Möglichkeiten des (individualisierten, selbstgesteuerten, kooperativen) Lernens gibt es in heterogenen Klassen? Wie kann individuelle Förderung konkret umgesetzt werden? Die Antworten kommen aus den Schulen - von Lehrerinnen und Lehrern, die den Mut haben, neue Wege des Lehrens und Lernens zu gehen.

Dieses Wiki ist von der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V. (ZUM.de) bereitgestellt worden - weil wir es für wichtig halten, dass die Themen "individuelle Förderung", "Inklusion" und "Umgang mit Heterogenität im Klassenzimmer" von einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen werden und gute Beispiele aus der Schulpraxis bekannt werden. Alle im Kontext von Schule Aktiven sind eingeladen, hier eigene Beiträge rund um die Themen "Heterogenität" und "individuelle Förderung" zu veröffentlichen oder bestehende Beiträge zu ergänzen! Macht mit!

Red1.gif Willkommen - Grey1.gif Mach' mit! - Blue1.gif Erste Schritte - Green1.gif Vielfalt wertschätzen - Lila1.gif Zielsetzungen
Themenübersicht: Lernkultur, die individuelle Förderung ermöglicht
Im Fokus: "Lehrerkompetenzen"

Neben den Einstellungen benötigen Lehrerinnen und Lehrer gleichzeitig ein Repertoire an Kompetenzen, um die Potenziale ihrer Schülerinnen und Schüler zur Entfaltung zu bringen:

Dabei ist wesentlich, dass sich die oben genannten Kompetenzen in der konkreten Unterrichtssituation entfalten. So bezieht sich die Diagnosekompetenz vor allem darauf, den Lern- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler aus fachlicher Sicht einzuschätzen. Die didaktisch-methodische Kompetenz ist dann wirksam, wenn sie mit fachlichem Wissen und der Fähigkeit, fachliche Inhalte interessant zu vermitteln, einhergeht. Die Fachlichkeit darf und soll also nicht in den Hintergrund rücken – in den Worten des Unterrichtsforschers Andreas Helmke: „Überspitzt ausgedrückt: Fachliche Korrektheit ist zwar nicht alles, aber ohne fachliche Richtigkeit und Genauigkeit ist alles andere nichts.“ mehr

Im Profil: Die Waldschule in Flensburg

Waldschule Flensburg
Die Waldschule hat sich innerhalb von fünf Jahren zu einer inklusiven Schule entwickelt. 265 Schülerinnen und Schüler, darunter 20 mit sonderpädagogischen Förderbedarf werden hier unterrichtet. Die Schule hat infolge ihrer herausragenden Arbeit die Titel „Zukunftsschule Schleswig- Holstein“ verliehen bekommen. Sie erzielt in den Vergleichsarbeiten des Landes überdurchschnittliche Ergebnisse und fast die Hälfte der Kinder wechseln nach der vierten Schule auf das Gymnasium. Der Anteil der Schüler mit Lernschwierigkeiten und emotional-sozialem Förderbedarf ist in den letzten Jahren durch die Umgestaltung des Unterrichts gesunken - es wird als normal angesehen, dass es schwierige Kinder gibt. Die Schule ist offen für Innovationen und beteiligt sich an Projekten zur Unterrichtsentwicklung (wie z.B. dem „Sinus“-Projekt zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts).

An der Waldschule werden die Kinder nach ihrem Können, ihren Interessen, Neigungen und Begabungen gefordert und gefördert. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, sie über das reine Sach- und Fachwissen hinaus zu selbstverantwortlichem, durchdachtem und nachhaltigem Lernen zu führen. Die Klassen 1 und 2 sind jahrgangsgemischt. Der Unterricht wird konsequent individualisiert: die Kinder arbeiten an individuellen Arbeitsplänen im Rahmen von Wochen- und Freiarbeit. Ein Markenzeichen der Waldschule ist unter dem Motto „Flüsterschule“ die ruhige Lernatmosphäre, die den Kindern eigenständiges Arbeiten an allen Orten der Schule ermöglicht. Jede Klasse verfügt über einen Ausweichraum für Gruppen- oder Partnerarbeit. Für die individuelle Arbeit gibt es „Themenkisten“: z. B. können die Kinder – sogar mit geringen deutschen Sprachkenntnissen - mit Hilfe der Anleitungen und Materialien der Themenkiste „Luft ist mehr als nichts“ eigenständig experimentieren. > mehr

> weitere Schulen im Portrait

Warum Vielfalt wichtig ist

Deutschland ist heute mehr denn je ein Land mit einer ethnisch, kulturell, konfessionell und sozial sehr vielfältigen Bevölkerung. Im Zuge von Globalisierung, Einwanderung und Integration, gesteigerter Mobilität, demographischem Wandel, Individualisierung und Wertewandel hat die Vielfalt der Kulturen und der Lebensformen deutlich zugenommen. Diese Vielfalt prägt unsere moderne Gesellschaft. Heterogenität ist Normalität - auch in unseren Klassenzimmern. Um als Gesellschaft bestehen zu können, müssen wir diese vorhandene Vielfalt an Herkunft, Glauben, Geschlecht, Behinderungen, Überzeugungen etc. anerkennen, wertschätzen und konstruktiv mit ihr umgehen. Zukunft und Zusammenhalt unserer Demokratie hängen davon ab, wie gut es gelingt, gleichberechtigte Teilhabe aller in der Gesellschaft Lebenden am Bildungssystem und Arbeitsmarkt sowie Mitwirkung in der Bürgergesellschaft und in der Politik zu ermöglichen. Bildung spielt dabei eine Schlüsselrolle – nur durch Bildung ist ein eigenverantwortliches, sinnerfülltes Leben und Teilhabe in einer sich stetig wandelnden Gesellschaft möglich.

Individuelle Förderung in Deutschland
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Aktuelle Projekte / Themen
Videobotschaft

Jakob Muth-Preis 2011/2012, offizieller Film zum Jakob Muth-Preis 2011/2012 für inklusive Schule.

  • Hier gibt's weitere Filmbeiträge zu individueller Förderung: Filmarchiv
Zitat

"Ob es besser wird, wenn es anders wird, weiß ich nicht. Dass es aber anders werden muss, wenn es besser werden soll, weiß ich!“.

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
> weitere Zitate zum Thema Lernen

Rezension: Vielfalt als Chance

Ingvelde Scholz, Günter Offermann:
Vielfalt als Chance. Vom Schulmodell zur Modellschule

Wie der Umgang mit Vielfalt gelingt, zeigt das Autorenteam anhand von erprobten und bewährten Praxisbeispielen. Die erfolgreiche Unterrichts- und Schulentwicklung kann auch andernorts Mut machen und als Modell dienen. > zur Rezension von Klaus Dautel