Individuelle Förderung in Bayern

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Grundeinstellung von individueller Förderung im Land

Bayerisches Kultusministerium setzt auf individuelle Förderung von Kindern von bildungsfernen Familien – Ganztagsangebote werden konsequent ausgebaut

Bei der Förderung der Schülerinnen und Schüler gerade aus „bildungsfernen Familien“ setzt der Freistaat Bayern auf eine verstärkte individuelle Förderung. Diese kommt auch gerade Kindern aus Familien zugute, die in ungünstigen sozialen und finanziellen Verhältnisse leben. Deshalb verstärkt Bayern konsequent die individuelle Förderung. So wurde in Bayern die Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund ebenso ausgeweitet wie die individuelle Förderung in Grund-, Haupt- und Realschulen.

Bayern baut außerdem konsequent – und zwar bedarfsgerecht und flächendeckend – die gebundenen und offenen Ganztagsangebote aus. Gebundene Ganztagsklassen gibt es mittlerweile an mehr als 600 Schulen und offene Ganztagsangebote an mehr als 1000 Schulen im Freistaat. Eltern mussten bereits bisher keinen Beitrag für den Besuch von Ganztagsklassen durch ihre Kinder entrichten und seit diesem Schuljahr müssen Eltern erstmals auch keinen eigenen Beitrag mehr für den Besuch der offenen Ganztagsangebote durch ihre Kinder mehr zahlen.

Bei der Förderung unserer Kinder geht es aus der Sicht des Kultusministeriums nicht in erster Linie um materielle Fragen, die vor allem über die Hilfe zum Lebensunterhalt von Bund und Gemeinden gelöst werden müssten. Es geht vor allem um die personale Zuwendung durch Lehrkräfte, um die Begabungen der Schülerinnen und Schüler sehr gut zu entfalten. Daran arbeitet Bayern nachdrücklich.

Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus


http://www.stmuk.bayern.de/km/asps/presse/presse_anzeigen.asp?index=2154


Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist das Leitprinzip des bayerischen Bildungswesens. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle erläuterte: „Die Förderung des einzelnen Schülers ist die Antwort auf eine gestiegene Heterogenität der Schülerschaft im Hinblick auf Vorwissen, Herkunft und Bildungsbeteiligung. Dabei steht der junge Mensch in seiner ganzen Individualität im Mittelpunkt – und nicht das Prinzip einer Einheitsschule für alle.“ Die individuelle Förderung ist das Titelthema der Printausgabe der Lehrerinfo 1/2010.
„An Bayerns Schulen wird die individuelle Förderung durch strukturelle und schulorganisatorische Maßnahmen künftig noch weiter vertieft“, kündigte der Minister darin an.

http://www.km.bayern.de/imperia/md/content/pdf/lehrerrundbrief2010/lrb_8_2010.html


Kultusminister Spaenle: "Ich setze auf individuelle Förderung der Schüler statt Einheitsschule" [...]

"Wir setzen in Bayern auch künftig auf individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und nicht auf eine Einheitsschule [...]. “ Unser differenziertes Schulwesen mit der Grundschule, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium als Kernschularten entwickeln wir nach den Grundsätzen Qualität und Gerechtigkeit fort. So können wir die Schülerinnen und Schüler mit ihren Begabungen sehr gut fördern.“

  • Die Grundschule z.B. will Minister Spaenle kindgerecht weiterentwickeln und es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die grundsätzlich auf vier Jahre angesetzte Grundschulzeit je nach der eigenen Entwicklung auch in drei oder in fünf Jahren zu durchlaufen. Der Modellversuch startet im kommenden Schuljahr an 20 Standorten.
  • Die Hauptschule entwickelt Minister Spaenle zur Mittelschule weiter und stärkt dort die Berufsorientierung.
  • Die einzelnen Gymnasien werden in der Profilbildung unterstützt.

Durch Maßnahmen einer intensivierten individuellen Förderung wie den konsequenten Ausbau der Ganztagsschule und mehr Förderangebote in allen Schularten will Minister Spaenle die Begabungen der einzelnen Schüler entdecken und fördern helfen. Dabei gehe es auch darum, die Bildungschancen von Kindern aus „bildungsfernen Familien“ weiter zu erhöhen. [...]


http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10309248/index.htm

Welche Vorgaben gibt es zu individueller Förderung und wo findet man sie?

  • Schulordnungen: Förderunterricht, Ergänzungsunterricht, Intensivierungsstunden

Materialien zum Thema „Individuelle Förderung“

  • Praxisbeispiele im Internetportal www.foerdern-individuell.de. Von der Startseite gelangt man zu zahlreichen Unterseiten, auf denen man von Lehrkräften direkt im Unterricht erprobte Praxisbeispiele findet.
  • Modulare Förderung in der Haupt-/Mittelschule. Broschüre sowie Praxistipps (Starterkits) in der rechten Randspalte zum Download

Beratungs- und Unterstützungsangebote (z. B. Fortbildungen) zum Thema „Individuelle Förderung“

Individuelle Förderung - Stand der Umsetzung